vom gnädigen Tod

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Noch streift der Falke über das Feld,
lässt sich nieder auf Pappeln
und Dächern verlassener Gehöfte.

Still hält er Ausschau.

Mit geübter Kraft schenkt er
der kleinen Maus still und
fast schmerzlos einen gnädigen Tod,
erspart seiner Beute
das qualvolle Leiden und Sterben –
als eine Folge überdüngter Felder.

Ohne Rücksicht
auf die eigene Befindlichkeit
erfüllt er seine Aufgabe
bis zum letzten Atemzug,
bevor Menschen gemachter
Widersinn auch seine
Aufgabe lähmt.

Angst kennt er nicht.

bmh,15.03.2018

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Auch dieses Gedicht habe ich auf das Gedicht „Der Wanderfalke“ hin geschrieben.
https://ich-quelle.blogspot.ch/2018/03/naturbeobachtung-u-n-d-seelische.html#comment-form

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Numinos

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Numinos

Nachtgrau,
das sich mit mildem Rosa tönt
im Morgengrauen.

Ein numinoser
Freundschaftsdienst
der dich, den Falken,
mich hinein
ins Leben trägt.

Tag für Tag.

©bmh, 15.03.2018

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angeregt durch das Gedicht „Der Wanderfalke“
https://ich-quelle.blogspot.ch/2018/03/naturbeobachtung-u-n-d-seelische.html#comment-form

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Frühling

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Über Mauern hinweg
speist Licht das satte Grün.

Wenn die Tage dem Winter entfliehen.
erinnert es uns an die zeitlose Wiederkehr.

Auf deinem Kontinent beginnt es
gerade wieder zu blühen.

Zögerlich landen deine Worte bei mir an.
Noch hängen vereinzelt Eiszapfen
am Dach meines Hauses.

bmh

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 Gedanken zum Gedicht

Unter der Platane     von Bernhard Hartmann

 

                                    


 

 

Der Schleusenwärter

Er geht die Deiche zu beschauen,
wo sich Wasser drängend stauen?
machtvoll an die Mauern drängen,
qualvoll sich durch Spalten zwängen …
öffnet Tore voller Mut –
wie es ein Schleusenwärter tut!

Wie die Wasser jubilieren,
frei geworden nicht stagnieren!

Wie sie neu zusammenfließen,
tanzend sich ins Meer ergießen!

Schau nur, wie sie sich gestalten,
weil sie nicht mehr festgehalten.

© bmh/17.08.2013