Die Sicht der Dinge

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Was heute noch grünt,  ist der Dünger für morgen.
Was wie Sterben aussieht, nur Umwandlung,
die sich wie ein roter Faden durch die Zeiten schlängelt.

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Lass alle Bilder los und … lebe Gedicht zum 2. November/ Allerseelen

Man sagt vom Tod auch,
dass mit ihm manch Leiden ende.
Auch sagt man,
dass ein Tor er ist, ja,
eine Tür durch graue Wände,
in denen jeder Mensch
gefangen ist.

Die einen sagen so,
die andern sagen anders.
Doch keiner ist ihm je
entkommen.

Die Bilder, die wir
von ihm haben –
alle sind sie unvollkommen.

© Barbara Hauser Nov.2011

eine Brücke spanne …

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Eine Brücke spanne … durch Feinarbeit und Augenmaß.

Aristoteles, las ich gerade, hätte gesagt:
wo etwas eins werden will, gäbe es immer einen Beherrscher und einen Beherrschten.

So lange einer oder beide unerkannt ‚in uns ‚ schlummern, begegnen wir verstärkt  ihren Abbildern im Außen.

Der Geist versucht, uns vorzuspiegeln, mit der Erkenntnis sei es getan, doch sie will in das Leben integriert werden, heißt, errungen werden.

Tagtäglich baue ihnen eine Brücke, damit sie sich begegnen können.
Wenn wir an-er-kennen, dass sie einander bedingen, beginnt ein lebenslanges fruchtbares Miteinander mit Augenmaß auf Augenhöhe – als ein Ausdruck der Liebe, ein Miteinander, zu verstehen als lebendige Bewegung, die sich immer wieder im Gleichgewicht einpendelt und dadurch kreative Kräfte freisetzt, die sich der Umwelt in tausend Variationen zur Verfügung stellt.

bmh/2018/08

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