eine Brücke spanne …

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Eine Brücke spanne … durch Feinarbeit und Augenmaß.

Aristoteles, las ich gerade, hätte gesagt:
wo etwas eins werden will, gäbe es immer einen Beherrscher und einen Beherrschten.

So lange einer oder beide unerkannt ‚in uns ‚ schlummern, begegnen wir verstärkt  ihren Abbildern im Außen.

Der Geist versucht, uns vorzuspiegeln, mit der Erkenntnis sei es getan, doch sie will in das Leben integriert werden, heißt, errungen werden.

Tagtäglich baue ihnen eine Brücke, damit sie sich begegnen können.
Wenn wir an-er-kennen, dass sie einander bedingen, beginnt ein lebenslanges fruchtbares Miteinander mit Augenmaß auf Augenhöhe – als ein Ausdruck der Liebe, ein Miteinander, zu verstehen als lebendige Bewegung, die sich immer wieder im Gleichgewicht einpendelt und dadurch kreative Kräfte freisetzt, die sich der Umwelt in tausend Variationen zur Verfügung stellt.

bmh/2018/08

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vom gnädigen Tod

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Noch streift der Falke über das Feld,
lässt sich nieder auf Pappeln
und Dächern verlassener Gehöfte.

Still hält er Ausschau.

Mit geübter Kraft schenkt er
der kleinen Maus still und
fast schmerzlos einen gnädigen Tod,
erspart seiner Beute
das qualvolle Leiden und Sterben –
als eine Folge überdüngter Felder.

Ohne Rücksicht
auf die eigene Befindlichkeit
erfüllt er seine Aufgabe
bis zum letzten Atemzug,
bevor Menschen gemachter
Widersinn auch seine
Aufgabe lähmt.

Angst kennt er nicht.

bmh,15.03.2018

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Auch dieses Gedicht habe ich auf das Gedicht „Der Wanderfalke“ hin geschrieben.
https://ich-quelle.blogspot.ch/2018/03/naturbeobachtung-u-n-d-seelische.html#comment-form

Numinos

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Numinos

Nachtgrau,
das sich mit mildem Rosa tönt
im Morgengrauen.

Ein numinoser
Freundschaftsdienst
der dich, den Falken,
mich hinein
ins Leben trägt.

Tag für Tag.

©bmh, 15.03.2018

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angeregt durch das Gedicht „Der Wanderfalke“
https://ich-quelle.blogspot.ch/2018/03/naturbeobachtung-u-n-d-seelische.html#comment-form

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Frühling

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Über Mauern hinweg
speist Licht das satte Grün.

Wenn die Tage dem Winter entfliehen.
erinnert es uns an die zeitlose Wiederkehr.

Auf deinem Kontinent beginnt es
gerade wieder zu blühen.

Zögerlich landen deine Worte bei mir an.
Noch hängen vereinzelt Eiszapfen
am Dach meines Hauses.

bmh

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 Gedanken zum Gedicht

Unter der Platane     von Bernhard Hartmann