Sisyphos genießt die Aussicht

***

 Sisyphos genießt die Aussicht …

bis auf weiteres herzliche Grüße

:-)

 

Advertisements

Nach dem Herbststurm

***

***

 

Nach dem Herbststurm

Zarter Dunst liegt über dem zerzausten Land.
Die Wellen laufen aus, verlanden mit den Morgenstunden.
Als sich die Nebelschleier lichten ist zu sehen,
die Welt wird sich erneuern und gesunden.

Still hab ich mich zu dir gesetzt.

Wir wissen, dass nach Stürmen in der Nacht –
gleich jetzt – Neues keimt.

Bald wird es wieder grünen,
schneller als gedacht.

***

Und es geschah …

Zu hören wie der zarte Wind
mit bunten Blättern spielte …
zu spüren wie er sanft
die Haut berührte …
zu sehn wie er zwei kleine Bienen
nah bei unsrer Bank zum Morgentanz verführte …

Und es geschah, dass Schweigen
uns zur Wohltat wurde.

© bmh, 24.09.2017

 

***
Lyrische Gespräche mit Bernhard Albrecht
Nach dem Herbststurm ist eine Antwort auf Plastikmüll

***

Plastikmüll

Auf meinem Spaziergang am See entlang –
der sommerliche Starkregen kaum beruhigt,
sitze ich zum Verweilen auf einer Bank,
den Blick geweitet auf den See.

Schaumgekrönte Wellen schlagen an die Ufermauer,
begleitet vom Heulen des kaum besänftigten Windes
der in seiner vollen Kraft unweit Bäume geknickt,
als ob er mit Streichhölzern spielte.

Nichts ist mehr wie es gestern noch war –
Zwei mächtige Pappeln, auf-geriffelt,
als hätten tausend Sägeblätter sie bearbeitet;
eine alte Weide, nur noch ein Trauerspiel ihrer selbst.

Das Leben geht seine Wege unerbittlich schön,
räumt auf, um neue Wege des Wachsens zu befreien –
und so greife ich die Sturmgebärde auf,
wende meinen Blick nach innen,
entsorge so diese und jene Befangenheit –
die Neulande im Auge, die es jetzt zu begehen gilt.

Vergänglicher Plastikmüll unzeitgemässen Selbstschutzes
tanzt auf inneren Wellen, bewegt in Bewegung,
während mein Auge, umflort von einem Lächeln ihm folgt,
denn aufgelöst, kann er äussere Strände nicht verschmutzen.

© baH,18.09.2017

https//wege-der-befreiung.blogspot.de/2017/09/plastikmull.html

 

 

 

 

Gedanken zum Eintrag von Ludwig (fingarsgift): „Kann man nichts sein?“

 

Kann man nichts sein? (Cabré)

***

Über das, was wir „Nichts“ nennen machen sich die meisten Menschen irgendwann einmal Gedanken, bis sie für sich eine Antwort finden.

Nichts … ich kann nichts darüber sagen … aber es erahnend beschreiben und wenn es mir danach ist – ES besingen.
Glück erfasst mich, wenn ich sehe, dass jeder mit seiner ureigenen Stimme singt, dass jeder seine ureigene Handschrift hat. Der Vogel, der Baum, auch Ich und Du …
„Alles“ besingt das LEBEN, gespeist von etwas, das wir deshalb irgendwann das Nichts nennen, weil wir nicht in der Lage sind, dieses unaussprechlich wunderbare Große zu benennen… ein großer Moment.

Sofort belegen wir diesen Moment mit einem Wort *lächel*, wir nennen ihn „Bewusstwerdung“ und teilen ihn anderen mit- in tausend Facetten besingen wir ihn, nicht ahnend, dass wir ihn für uns selbst herausarbeiten bis, ja bis wir still im Innern werden – dem Fährmann gleich, in H. Hesses Buch Siddhartha so gut beschrieben – STILL ist der Fährmann.

Er ist „da“ und „Nicht-da“.
Die Frage: Kann man Nicht“s sein?
Der Fährmann stellt sie nicht (mehr).
Er IST.

Grüße an Dich, lieber Lu und auch an Bruni. Ich habe vorher bei ihr das Gedicht „Die Sonne“
Die Sonne gelesen. Auch sie hat mich zu diesen Worten inspiriert.

Sie sagt oben bei Dir im Kommentar:

*Wenn ich nicht bin, werde ich auch nicht (mehr) gebraucht*
… aber manchmal erkennt man gar nicht, daß man gebraucht wird…

Dem Fährmann erübrigt sich dieser Gedanke. Er IST.

Herzlich
Barbara

Stille

.
.
eingeflochten
im Lärm der Zeit
glüht sie bescheiden
bietet sich an
zur Orientierung
und dient dir
wann immer
du willst
©bmh
***
.
.
Gedanken zum „Fragment 4/2017“ von Bernhard Albrecht

Leben ist die Kunst im Augenblick präsent zu sein. Im Augen-Blick.
Doch in heutiger Zeit ist dieses in die Stille nur eines einzigen Augenblicks einzugehen
beinahe das Schwerste. Das Schwerste.

Und dennoch … ganz leicht, denn die Stille ist immer und überall – in Dir und um dich herum – da.

Selbst im grössten Verkehrsgetümmel wartet sie auf dich. Wartet.
Die Flügeltüren in ihre Räume sind offen, Du musst nicht anklopfen. Nicht anklopfen.
Gehe, lausche und erfahre.

http://wege-der-befreiung.blogspot.com/2017/09/fragment-42017.html

***
Anna-Lena sagt: im Kommentar

Stille als Kern
Innere Mitte
Zentrum unseres Seins
Unser Anfang und unser Ende
Mitten in der Unbegreiflichkeit

Anna-Lena

 

 

 

Unter den Flügeln der Nike von Samotrake

***

***

Erinnerungen

Aus einer versunkenen Welt
landen Anmut und Kraft
Geborgenheit schwingt
wie zartes Glockengeläut –
einen Flügelschlag lang –
erinnert an Verlorenes
noch schlummernd Ungebor(g)enes
bis wir wiederfinden
und wieder verbinden
Kopf, Herz und Hand

***

Die Idee

fast unbemerkt schwebt
wie mit Engelsflügeln
eine Idee durch den Raum
bewegt in Bewegung
vorwärts gewandt

wird lebendig

wenn Kopf Herz und Hand
sich findend
verbinden

***

Gespräch mit Nike

Hättest du Arme, die Welt zu umfangen,
ein weiches Herz und Augen,
die sehend in ihr verweilen …

Deine Hände würden von selber wachsen,
um Freude und Mitgefühl mitzuteilen.

© bmh

***
Gedanken zu Gedichten von Bernhard Hartmann
http://wege-der-befreiung.blogspot.com/2017/08/glockengelaut.html
***