vom Traum erwacht/ Schweigen / Urwissen

 

Vom Traum erwacht

Du erwartest
blühende Landschaften,
den süßen Duft der Camelien,
Wasser, das aus Quellen
sprudelnd singt und laue Luft –
das Paradies?

Ich finde mich auf fels’gem Grund
der hart und karg zur Insel wird.

Noch könnte ich springen – noch.

Der Spalt vergößert sich
und eben noch verbunden,
entfernt sich das gewohnte Land.

Ich stehe. Schaue.

Unter mir, weit unten
brodelt, kocht das Meer.

und ich, allein auf neuem Land.

Vom Traum erwacht,
bin Ich bei mir.

© Barbara Hauser, 01.05.2012

***

Schweigen

Lernen
mit dem so Anderen
in Gleichklang treten.

Verzichten
auf eigene Sichten im Du –
vor Augen den Treppensturz
ins Nichts
in jedem Augenblick.

Gehend
durch verkarstete Landschaften,
ein fernes Plätschern im Ohr.

Ankommen bei mir
im schöpferischen Augenblick
meines Ich!

© Bernhard Albrecht, 15.04.2012

***

Urwissen

Ich kehre zurück,
wenn in dunklen Tälern
mein Erinnern erwacht
im Blick auf das Du.

Ich kehre zurück,
wenn von der Stimme des Du
berührt
der Schleier sich öffnet
vor dem inneren Spiegel
und ich mich sehen darf
in der ganzen Tiefe
meines Ich.

Ich kehre zurück
als göttergleiches Schöpferwesen.
© Bernhard Albrecht Hartmann, 04.05.2012.

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