Neulandwege / Auferstehen

Neulandwege

Ton ist Ton,
doch die Herangehensweise
heute,
eine Vase zu formen,
ist der Zeit angepasst.

Auch die Worte suchen
achtsam neue Wege,
tasten sich durch
Herz und Hirn.

Sorgsam schreibt
die Hand.

Der Neulandwanderer legt,
was ihn einschnürt ab.
Lockert, wo es nötig ist
das Korsett der Worte,
passt sie der neuen Zeit an.
Findet neue Wege.

© bmh  10/2012

*** Gedanken zum Gedicht: Auferstehen ***

Auferstehen

Verdichtet
spürst Du
sich einwurzelnd
die Kraft –
in eins im Augenblick.

Gleich dem Morgenrot
strömt sie Dir zu
und Du breitest
Deine lichten Flügel –
Dich einatmend,
das Lied
nächtlicher Neulandwege
auf Deinen Lippen.

© Bernhard Albrecht, 16.10.2012

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