wie oft…? / Erscheinungen / rare Erkenntnis – 3 Autoren

wie oft … ?

Wie oft fahren W o r t e
gleich Blitzen
in die Räume der Menschen
und häuten die Seelen
bis tief ins Mark hinein.

Entgleisende Emotionen
oder gedankenlos
von der Leine gelassene
selbstbezogene Vorstellungen
verwüsten den Zauber der Nähe.

In der Unachtsamkeit nur eines Augenblickes!

© baH, 05.08.2013

***

Erscheinungen

Worte schlagen oft ein
wie Blitze.

Wie Zunder
brennt dürres Holz
in der Hitze,
erlöschen veraltete
Illusionen.

Still dringt Licht durch
wispernde Kronen,

als wäre nichts geschehn …

der Zunder, das Wort,
die Illusionen,
Licht und Schatten
wispernde Kronen …

alles nur Phänomen.

© bmh/15.08.2013

***

rare Erkenntnis…

Worte werden oft geschrieben,
ohne Sinn und ohne Wert,
zwischen Sätzen dann zerrieben,
wo die Sprache beinahe gärt.

Worte werden oft beschworen,
ohne Grund und ohne Pfand,
eine Krume die schon hart ist,
ein Versprechen an die Wand.

Worte werden missverstanden,
eine Deutung ist nie klar,
welche Sicht ist dazu passend,
die Erkenntnis, sie scheint rar…

© Maccabros 15.08.2013

Autoren:
Bernhard Hartmann (baH) – http://wege-der-befreiung.blogspot.de/2013/08/wie-oft.html

maccabros – http://maccabros.wordpress.com/2013/08/15/rare-erkenntnis

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8 Kommentare zu “wie oft…? / Erscheinungen / rare Erkenntnis – 3 Autoren

  1. Brigitte sagt:

    Du schriebst – echte Trauer macht dich weicher. Das glaube ich auch. Trauer muss man zulassen.

    Was ich nicht mag, das ist Trauer, wie wir ihr manchmal begegnen. So aufgesetzt. Weißt du, was ich meine? Nach außen – ganz tief trauernd und in der Realität, eigentlich froh, dass das nun alles vorüber ist.

    Tod und Trauer gehören zu unserem Leben.

    Lieben Gruß, Brigitte

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  2. minibares sagt:

    Liebe Barbara, ich denke, jeder trauert auf seine Weise.
    Leicht ist es wohl nie.
    Schon so viele liebe, nahe Menschen verloren. Dann war mein Mann da, mit ihm kann ich reden, reden reden.
    Wir kommen dabei von Holzken auf Stöcksken.
    Oft endet es im Lachen, was dann unheimlich wohltut.

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  3. Anna-Lena sagt:

    Trauer hat viele Ausdrucksmöglichkeiten, aber eines haben sie gemeinsam, sie brauchen ihre Zeit, sind nicht planbar, führen durch alle Täler der Welt, bis irgendwann das Ja zum Leben zurückkehrt.

    Beide Beiträge sind dir gelungen, machen nachdenklich und gehen in die Tiefe.
    Ich wünsche dir einen FROHEN Sonntag.

    ♥lich,
    Anna-Lena

    Gefällt mir

  4. bmh sagt:

    Liebe Brigitte, minibares und Anna-Lena, ich danke Euch für Eure Kommentare.
    Ich habe diese Gedichte – und es kommt noch eins dazu – ganz bewusst eingestellt.
    Es war zu erwarten, dass viele, die sonst hier leicht und locker ihr „gefällt mir“ hier setzen, sich lieber still verziehen ;-).

    Anna-Lena, Dein neues Bild sieht hübsch aus.

    Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag
    Barbara

    Gefällt mir

  5. Censay sagt:

    Hey,
    ich muss es gestehen. Dein Gedicht selbst hat mich nicht direkt dazu gebracht diese Worte zu schrieben. Nicht direkt. Nicht unmittelbar. Aber es hat mich nachdenken lassen. Hier ist eine der Antworten die mir in den Sinn kamen. (Beachte beim lesen bitte, dass es nicht um mich geht)
    http://censay.wordpress.com/2013/09/15/lass-mich-dir-von-meiner-geliebten-erzahlen/

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  6. bmh sagt:

    Censay, ich habe Deinen Eintrag gelesen und will Dir sagen, dass ich es überaus schätze, wenn man sich gegenseitig inspiriert, bzw. angestoßen wird das, was schon angedacht ist hervor zu holen und zu bearbeiten. Deine Gedanken inspirieren wiederum mich.
    Ich grüße Dich herzlich.
    Barbara

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  7. polcavlo sagt:

    Liebe Barbara,

    tut mir Leid, dass meine Antwort so lange auf sich warten ließ. Das Gedicht ist wunderschön, wiedermal bin ich fasziniert von deiner Art, kaum fassbare / bestimmbare Emotionen in Wörter zu fassen.
    Besonders der letzte Abschnitt hat mir gefallen, und genau so, wie du es geschrieben hast, sollte es sein. Die Trauer ist uns eine Freundin, doch ihr wahrer Gefährte ist die Einsamkeit. Damit kann sie gut leben, nicht aber die, die sie besucht. Unsere Aufgabe ist, von ihr zu lernen, nicht aber, sie zu eigen machen. Denn hindert man sie daran, zu gehen, (aus welchen Gründen auch immer )wirft sie einen Schatten, der das Licht von allem Neuen was uns bevorsteht, verdunkelt.

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    • bmh sagt:

      Ich freue mich sehr über Deine Antwort und was Du über die Trauer sagst. Jeder wird wohl seiner Art entsprechend mit ihr umgehen. Bestimmt gibt es sehr viele Ausdrucksformen- vielleicht so viele wie es Menschen gibt.
      LG

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