Heilende Momente / Verweilen

 

Heilende Momente

Auf der Leiter in felsiger Wand
reichst Du dem Kind eine Hand.
Mit der anderen sicherst du das eigene Leben.

Morgen wird dir das Kind ganz spontan
seinen Becher Wasser reichen,
bist du am Verdursten.

Ohne das ‚WIR“ darben
ICH und DU.

bmh, 22.05.2014

*** Gedanken zum Gedicht „verweilen ***

Verweilen

Du hörst sie blubbern
um Dich herum
Stimmen –
wie Blasen im Strom des Lebens,
kreisend
saugend
platzend.

Du spürst Vorhänge des Verbergen rascheln,
resigniertes Haften auf Treibhölzern des Lebens,
siehst entrücktes,
einer weiten Vergangenheit zugewandtes Kopfnicken,
hörst unterschwellig monotones Wehklagen.

Du lächelst einem Kinde zu,
das unbekümmert von all dem
voll satter Freude
mit allen Sinnen
unterwegs ist mitten im Leben.

Du öffnest Deine Hand,
neigst Dich dem Kinde zu
und für einen Augenblick
taucht ihr Beide ein
in die Allgegenwärtigkeit heilender Selbstvergessenheit.

© baH, 21.05. 2014

 

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