fraglos? /fraglos / erdacht

 

Fraglos?
Licht im Dunkel –
wird es gesehen
ohne eine innere Frage …
wenn auch unbewusst?
Fraglos strahlt das Licht,
zeigen tut es sich
in der Frage!
Fraglos wartet das Licht
auf die Frage
und …
befruchtet in stiller Resonanz mit ihm
den Weg
Deiner Menschwerdung
© baH, 15.01.2014

***

Fraglos

fraglos
strahlt Licht
in die Dunkelheit
umhüllt sanft die er-dachte
Struktur
© bmh 13.01.2014

 ***

Er – dacht
Nichts kann erdacht werden
ohne das Licht,
das Dich überstrahlt,
hereinscheint in Deine Innenwelt
ohne Ende.
Die Frage ist nicht,
ob Du es erlebend sehen kannst …
nur –
Du Raum gibst,
bewegt in Bewegung,
damit es einen Boden
des seiner selbst Gewahren
in Dir findet!
© baH, 15.01.2014

Lebendiges Wasser / ewig neu

Lebendiges Wasser

Wasser tropft
vom Felsenrand
tönend tropft es
fällt gewandt
tänzelnd sich windend
wieder verschwindend
um weiter zu fließen
und sich zu ergießen.

Das gleiche Wasser
vor tausend Jahren
haben es andere
Steine erfahren
an einem anderen Ort

Dort tropfte Wasser
vom Felsenrand
tropfend tönend
fiel gewandt
tänzelnd sich windend
wieder verschwindend
um weiter zu fließen
und sich zu ergießen

© Barbara Hauser, 2008

***  in Resonanz ***

Ewig neu

Nichts ist mehr ungleich
sich selbst
als das Wasser,
denn Bote
stetiger Verwandlung zu sein,
ist von Urzeiten her
seine Berufung –
allseitig.

Aus Formlosem sich formend,
ins Formlose vergehend,
springt es hinab
die Stufen des Seins,
steigt auf
im Äon –
der Zeitlosigkeit.

Tanzend auf Gezeitenkämmen,
getragen vom Wind,
gebrochen im Getöse der Brandung
öffnen in ihm
Klangräume sich,
sprechen –
Sterne zum Menschen!

© Bernhard Albrecht 28.12.2010

Flügel sind dir gewachsen / Weg Münze / befreit

Flügel sind dir gewachsen …

fertig sind sie
tragfähig
unsichtbar
und doch real

Worte
Gedanken
Begegnungen
das eigene Tun
umhüllen dich
engel-flügel-gleich

führen friedlich
und angstlos nun
mit Ge-wissheit
in das Zentrum
deines Seins

© Barbara Hauser, 11. 12 .2010

*** in Resonanz ***

Weg – Münze

In mir,
ins Raumlose gefaltet,
liegt sie
die Münze des Bettlers.

Dem Tod
auf die Zunge gelegt,
erblüht
aus ihr
das Licht einer neuen Welt.

Erfährt in sich
der Neuland Wanderer
des Kindes Wachsen!

© Bernhard Albrecht, 11.12.2010

***

befreit

Winzig erscheint
die Gabe des Bettlers
der sonst vom Reichtum
nur nimmt

Die Münze zwischen den Lippen
so klein
wächst er hinein in raumloses Sein
und sterbend über sich hinaus

Nicht bittend nur wie ein Kind
übergibt er die Morgengabe
dem neuen Tag

© Barbara Hauser, 13.12.10

Advent / Sisyphos

Advent

Advent!
Jedes Jahr!
Gewohnheit
schön ummantelt

-Sisyphos –

Wann hab ich
bemerkt
dass das Kind
in der Krippe
nicht wächst?

Barbara Hauser, 11.12.2010

*** in Resonanz ***

Sisyphos (4)
Ich weiss
um die Vielzahl der Fluchten
in versteckte Selbstgefälligkeiten,
denn sie sind das tägliche Brot
aus dem ich mein Leben friste.

Ich weiss
um die Schwierigkeiten
der Kehrtwendungen ins Raumlose!

Und so spreche ich Dir zu:
Fasse Mut
von Deinen Füssen her zu denken,
denn nur von dort her
wirst Du die Selbsthalterungen
lösen,
die mich an Dich binden!
Wann reichst Du mir Deine Hände
in Wertschätzung meiner Dienste
um Deine Freiheit im Ich?
Wann entlässt Du Ego – Sisyphos
aus dem Anhaften an Dich?

© Bernhard Albrecht, 12.12.2010

***

Sisyphos (1)

Unermüdlich rollst Du
den Stein vor Dir her
den Berg hinan – und,
so er Dir entgleitet
beginnst Du von neuem.

Dein Blick ist durchglüht
von der Unbedingtheit
Dein Verlangen ans Ziel zu führen,
den Stein auf dem Gipfel –
als Zeichen deiner Kraft
und Deines Siegeswillens
aufzurichten, Dir zum Denkmal.

Im Schweiss deines Angesichtes
saugst Du die Luft an,
nur um Dir diesmal
keine Blösse zu geben.
Aber ganz tief in Dir
weisst Du, dass Du so
nicht ans Ziel gelangen kannst.

Sieh doch!
Deine Hände greifen,
wie durch Nebel
immer wieder ins Leere
und aus nächtlichem Grabesdunkel
erhebt sich ein Jüngling in Weiss
und spricht Dir
das Wort Deiner Befreiung zu.

Lass ab von der Illusion,
das Ziel läge bergan.
Ergreife das Jetzt und erwache!
Ich gehe vor Dir her,
auch wenn Du mich nicht siehst
und leuchte Dir auf Deinem Weg.

© Bernhard Albrecht

niemandes Land / jedermann Land

niemandes Land

wir spielen ernst
im nirgendwo
treffen uns im
irgendwo
im vernetzten
niemandsland
spielen heiter
zwischen netzen
friedlich
ohne zu
verletzen
irgendwo
im Nirgendwo

© Barbara Hauser

***
in Resonanz
***

Jedermann

Irgendwo ist nirgendwo und –
nirgendwo ist irgendwo,
in mir,
um mich,
wenn ich es will!

Wenn ich es will,
lichtet
im nirgendwo das irgendwo
und ich,
gekehrt in mir,
finde mich
im Ich

Irgendwo im nirgendwo –
die Geburt!

© Bernhard Albrecht

Die Quelle / Urwort – Gespräche

Die Quelle

Kommst du vorbei
den Durst zu stillen
bin ich bereit
bin dir zu willen

so ist das mit Quellen
sie sprudeln
und schwellen
warm oder kalt

Junge und Alte
können sich kühlen
werd sie umspülen
laut oder still
wie man es will

heftig und zart
sanft oder hart
kühl bin ich – ja kalt
im dämmrigen Wald
werd dich
in der Sonnne
warm umfassen
willst du mich lassen

© Barbara Hauser, 04.12.2010

***
in Resonanz
***
Urwort

Meine Wasser umlauschen dich –
Wort, das Du mir sprichst!
Still begleite ich dich –
Wort, das Du geprägt,
dich trägt
auf Flügeln des Gesangs
zu mir!
Besonnt gebiert sich aus dir-
Wort,
deine Schaffenskraft,
pocht in Dir Pegasus
das Herz des Lebens.
Weitet Mir die Sicht
im Ich!

Bernhard Albrecht 06.12.2010

Umbruch – Gespräche

 

Umbruch

Spür wie es anders schwingt, sich zeigt auf neue Weise.
Eine weitre Dimension betreten wir auf unsrer Reise.
Viele Räume weiten sich. Manche Träume klären sich.
Neues Denken drängt in die Zeit, schafft Platz
für eine andre Wirklichkeit.

© Barbara Hauser, 04.12.2010

***  in Resonanz mit baH ***

Spür wie es anders schwingt …

Spür
wie anders es schwingt,
wenn Ich am Du empor gerankt,
erwacht!

Spür
die Kraft,
die sich in Dir erhebt
zur Neuland Reise!

Spür
den Funkensprung des Willens,
der durch Dich entzündet,
baut an den Fundamenten
einer neuen Welt!

Der Frau “ohne Schleier” gewidmet

© Bernhard Albrecht