verborgen/ a trace of the traceless

 

… Licht wird seiner selbst gewahr-
im Licht; sagst Du …

a trace of the traceless

Eine Spur im Spurlosen –
Was für ein Wunder!
In seiner Tiefe erfasst,
wirst du still.
Fast nimmt es uns
vor Freude den Atem.

In seiner Tiefe erfasst
wird selbst der Frieden still
und du mit ihm.

© bmh 12/2013

*** Gedanken zu ***

verborgen
Dass im Schweigen Kraft wirkt,
darauf richtet die innere Beobachtung
sich nicht leichthin.
Erwachen will das innere Auge!
Licht wird seiner selbst gewahr-
im Licht;
die Intensität des Erfahrens
umhüllt das sich selbst gebärende Ich.
Bewegt in Bewegung bricht Leibbindung auf –
innere Nebelwelten verflüchtigen sich
und geben den Blick frei
für die im Schweigen
wirkende grosse Geborgenheit.

© baH,03.12.2013
https://wege-der-befreiung.blogspot.de/2013/12/verborgengeborgen.html

Der Verstand und die Leere / Leere Brache der Kraft

Der Verstand und die Leere

Gewohnt zu urteilen,
wird er sich langweilen
im „weder-noch“ –

dem unbekannten
Niemandsland.

Mit aller Wucht
peinigt die Leere
den Verstand.

tänzelnd beschäftigt,
bekräftigt er noch:

Zu langsam … zu schnell …
zu niedrig … zu hoch ….

schürt Unruhe und innere Not.

Zeigt sich der Frieden, fühlt er sich tot

©bmh 12/2013

*** Gedanken zu ***

Leere – Brache der Kraft
unscheinbar,
da Intensität nicht erlebend
diesen Zustand möglicher Erfahrung
umarmt.

Leere – mütterlicher Urgrund,
Tor zum Chaos –
und zur Geburt!

Leere – in Deinen Armen
erfahre ich mich konfrontiert mit der Frage:
Gräbst Du das Land,
das Dir anvertraut auch um,
gibst erwachend Deinem Ichwerden eine Chance?

© baH, 07.12.2013
https://wege-der-befreiung.blogspot.de/2013/12/die-leere.html

Vorstunde / Bewusstsein / Ausgegossen

 

Poetische Reflexionen im Dialog https://wege-der-befreiung.blogspot.de/2013/11/vorstunde.html

Vorstunde

Vor dunkler Wolkenfront
ein G l ü h e n.

Licht in Erwartung –
vor einem Morgen,
der noch nicht ist.

In den Herzen Vieler ein Bangen,
den Aufbruch ins Ungewisse vor Augen.

Im Sprung über den Abgrund
gänzlich zurück verwiesen
allein auf das „Erleben“ ureigener Erfahrung.

Mut ist eine Entscheidung des Herzens,
in der Stille eines Morgens,
der nur durch Dich wird.

© baH, 11.11.2013

***

Bewusst-Sein

Die durchglüht von Mir,
finden kaum noch Platz
in dieser wirren Welt.

Un-gewiss die Vielen.

Sich noch einmal federleicht
in dieser Atmosphäre
schwerelos erheben! –
sich noch einmal zeigen …

Auf vom Grunde steigen
silberfarbne Perlen …

Sich noch einmal mutig,
unausweichlich weiten,
im Ge-Spiel der Zeiten.

©bmh 12.11.2013

***

Ausgegossen

Inwendig in jedem Menschen
ruhe ich,
lausche –
auf eine jede Regung,
die Bewegung verheisst.

Befreiung –
Kernung
zu selbstermächtigtem Tun.

Heimatlos
auf dunklem Grund
erwarte ich den Augenblick,
in dem ich,
einer leuchtenden Aureole gleich,
mich erhebe…

Zu Bewusstheit erwacht
durch das Du
im Licht geweiteten Auge des Ich…

Den Weg gehe,
der im Hier und Jetzt
beginnt
und endet in steter Bewegung,
Bewusst-Sein – zeitlos!

© baH,12.11.2013

Vom Werden / Fliessender Hintergrund / Scheitelpunkt

Vom Werden

Sei ruhig mein Herz.
Lausche auf den Ton,
der sich von selbst gestaltet.
Tun und Nicht-tun
ertanzen den Moment auf
fliessendem Hintergrund –
zwei Liebende in
leidenschaftlicher Umarmung.

Yin und Yang.

Selbstvergessen.

Nondual.

© bmh 11/2013

*** Gedanken zu ***

Fliessender Hintergrund

Hinter einer jedweden Rede,
die an Dein Ohr dringt
schwingt ein sanfter Ton,
ein leiser Glockenklang,
der Dich in Dein Werde hinein ruft.

An Dir ist es
die Mauern,
die Dich in innerer Abwehr
allzu leicht verharren lassen,
hinweg zu räumen.

Nur Du kannst
auf den Kelchgrund jener Worte blicken,
die allein für Dich bestimmt sind, nur Du!

© baH, 09.10.2013

***

Scheitelpunkt

Herausgefordert zum Tanz
auf der Kimme des Bewusstseins
lernst Du Demut.

Alles ist Geschenk
und nichts ein Haben.

Du gehst Deinen Weg
jenseits des Öffentlichen
und doch offen vor Dir und der Welt.

Du lauscht hinein in die Worte,
die Dir zukommen
und findest Dich im Licht ihrer Fingerzeige ein
in der Dunkelheit des Hier und Jetzt.

Die grosse Illusion –
eine „Erleuchtung,“
die nicht geankert in den Füssen,
in der Stille
dieses „einen“ und einzigen Augenblickes.

© baH, 03.11.2013

Worauf wendest du den Blick? / Giftgas

 

Worauf wendest du den Blick? / Giftgas

Worauf wendest du den Blick?
Sind die dunklen Schatten (d)ein Ideal?
Ummantle sie mit Licht (Bewusstein),
Du hast es in der Hand.
Schöpfe aus dem Quell (in Dir).
Lausche und empfange!

©bmh 04.10.2013

*** Zum Gedicht “Giftgas” vom 6. September 2013

Giftgas

Freitag, 6. September 2013
Giftgas
Hinter den Fassaden allzu Vieler,
nicht nur der Mächtigen
brodelt es im Untergrund,
zieht in unsichtbaren Schleiern
durch Spalten und Haarrisse
einzelner Worte und Sätze
unmerklich nach oben,
umnebelt leise Verstand und Gemüt derer,
die am Rande oder mitten im Zentrum
das Weltgeschehen mit gestalten.

Täusche Dich nicht,
auch Du hast in den Untergründen
Deines Seelen – Kellers
Giftgas gelagert –
zum unmittelbaren Gebrauch bereit.

Denn Giftgas ist ein Zerfallsprodukt
von Vorstellungen in Dir,
die nicht einer stetigen Wandlung
unterworfen werden.

Giftgas wird freigesetzt,
wo Du nicht bereit bist Dir wie ein Fremder
in die Augen zu schauen und Metanoia verweigerst.

© baH, 06.09.2013

Trauer / Trauer

Trauer

Die Trauer kennt,
wer den Mut gefunden
seinen Fuss
auf „Neulande“ zu setzen,
denn erst dann weiss er
um ihre Macht
und Kraft.

Die Trauer hält fest, den –
der zum Abschied nicht bereit,
umnebelt eifersüchtig das Beharren;
mischt sich ein
in jeden Schritt,
der zum „Leben“ führt.

Die Trauer verschlingt die Vergangenheit,
erwürgt gleich einer Hydra den Mut
neue „Lebenssichten“ zu wagen,
fordert heraus die Sammlung von Kräften,
die Freiheit in geweiteter Sicht
erlebend ermöglichen.

Die Trauer kennt,
wer das Vertrauen in seine Kraft
erneut gefunden.

© baH, 26.09.2013
https://wege-der-befreiung.blogspot.de/2013/09/trauer.html

***  Lieber Bernhard, wer die Kraft hinter echt gelebter Trauer kennt, weiß, dass sie gleichzeitig wie ein Schutzmantel wirkt – um ihn ist mir nicht bange.
Herzliche Grüße
Barbara ***

Die Kraft der Veränderung

Nur der hält Ausschau
im Staub auf dem Weg,
der Erkanntes (das Neue)
nicht annimmt, der sich
dem Leben verweigert.

In uns lebt eine große Kraft.

Die Kraft der Veränderung
ruht in unserer Mitte.

© bmh 09/2013

Die Trauer steht am Wegesrand / Trauer

Die Trauer steht am Wegesrand

Sie steht am Wegesrand.
Gebannt schaut sie dich an.
Niemand liebt sie.
Selten wird sie angeschaut.

Wenn du sie verdrängst,
verkennst du ihren Sinn.
Lass sie in dir wohnen.
Belohnen wird sie dich.
Sie braucht ihre Zeit.
Traurigkeit ist eine Lehrerin.

Sie spricht: “Bleib stehen!
Sehen sollst du,
was mit dir geschieht.”
Sie will dir etwas bringen.
Ringen sollst du mit ihr –
eigentlich spielen.

Vielen ist das zu schwer.
Sie sagt: “Erkenne,
benenne, was dich bedrückt.
Versteck dein Gesicht
nicht hinter Gleichgültigkeit,
sie schwächt, macht nicht stark.
Arg wird sie dich quälen.“

Echte Trauer macht dich weicher.
Reicher wirst du deinen Weg finden.
Sie begleitet dich ein Stück.
Zurück lässt sie dich,
wenn du wieder klar siehst.
Nicht umsonst stand
sie am Wegesrand.

© bmh Archiv 1980

***

Trauer

Die Trauer kennt,
wer den Mut gefunden
seinen Fuss
auf „Neulande“ zu setzen,
denn erst dann weiss er
um ihre Macht
und Kraft.

Die Trauer hält fest, den –
der zum Abschied nicht bereit,
umnebelt eifersüchtig das Beharren;
mischt sich ein
in jeden Schritt,
der zum „Leben“ führt.

Die Trauer verschlingt die Vergangenheit,
erwürgt gleich einer Hydra den Mut
neue „Lebenssichten“ zu wagen,
fordert heraus die Sammlung von Kräften,
die Freiheit in geweiteter Sicht
erlebend ermöglichen.

Die Trauer kennt,
wer das Vertrauen in seine Kraft
erneut gefunden.

© baH, 26.09.2013