Weihnachten 2015

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Weihnachten 2015

Von Reichtum sprechen, den wir in uns kennen,
vom Sein, das eins geworden – das die Welt umfasst …

Dir Wünsche senden, hieße in den Mangel greifen.
Wortlos schwingt Liebe und Gelassenheit.

Nicht fremd in dieser Welt und doch wie eine Fremde,
grüße ich Dich – in dieser Zeit –

Lieber Bernhard von Herzen grüße ich Dich in diese Zeit

Barbara

Ausklang 2015 / Der Klang des Regenbogens

Ausklang: Am Horizont der Klang des Regenbogens

Diese wundersame Stille
trägt die “todlose” Botschaft
im Auf und Ab der Gezeiten
Unter dem Klang des Regenbogens
formen sich mir Worte
wie von selbst zum Rund
Worte –
in ihnen schlummert
das verborgene Lied vom LEBEN
bmh

*** Antwort ***

Der Klang des Regenbogens

Ich schaue in Deine Augen,
höre den Klang Deiner Stimme
und in die Stille
Deiner Aufmerksamkeit gebettet –
weitet sich mein Herz,
geleiten mich
in Deinen Worten Farben und Klänge
zur verborgenen Quelle des Lebens.
Vom Wasser des Lebens trinkend,
sehe ich mich von Angesicht zu Angesicht und finde –
in sich spiegelnden Kreisen der Menschen Geschwister
meine Spur, tanzend durch die Vielfalt neuer Möglichkeiten.
Ich, zuinnerst umgewendet von der Fülle des Lebens.

baH, 16.01.2016

****
Verwandt

Von wortloser Freude
umhüllte Worte

umsäumen einem
Himmelsbogen gleich
die Welt von dort nach dann
im Sonnenregen perlen Worte
von den Lippen – erneut
atmet auf die Natur.
bmh, 16.012016

was bleibt ist Bewusst – sein / Der Ruf des Aristoteles und seine Umkehrung

Der Ruf des Aristoteles und seine Umkehrung

Durch die Zeiten
weht er,
der Ruf
die Anderwelt zu verlassen –
hineinzugehen in das Jetzt,
ohne Rückhalt.

Vom Sonnengrat hinab
die Höhle erneut zu betreten
und Entfesselung
erlebend
zu leben
im in sich erstarkten
Ich – Denken.

© baH, 17.12.2015
Barbara Hauser zugeeignet
im Angedenken vieler Dialoge,
kreisend um Platon und Aristoteles.

https://wege-der-befreiung.blogspot.de/2015/12/der-ruf-des-aristoteles-und-seine.html

***

 In die vorweihnachtliche Zeit sende ich Dir herzliche Grüße
Barbara

Vielen Dank für die Zueignung dieses Gedichtes.
Unvergessen auch für mich, der fruchtbare Austausch in Gedichtform.
Hier nun mein Antwortgedicht:

Was bleibt ist Bewusstsein

Aus dieser vollkommenen Stille
diesem unendlichen Jetzt
formen sich lebendige Worte.

Was der wache Geist nun vermittelt,
das liebende Herz uns zuflüstert,
schreibt die Hand,
ein Geschenk für beide,
denn, eins sind der Schreiber
und die Welt mit ihren vielen Facetten –

und das ist Menschsein.

bmh

 

Wegöffner / Worte sind wie Fenster

Wegöffner

Worte trommeln
gegen die Fensterscheiben –
mein nach innen gewandtes Auge
zuckt zusammen
unter Taubenei grossen
Wortgeschossen,
will auf ein Erstes hin sich abwenden.

Wundpflege
oder Augen öffnen und –
im Hinschauen
erwachen auf das hin,
was werden will durch mich?

Worte, die schmerzen,
wollen –
den inneren Blick weiten,
die Kraft spüren lassen,
die nach dem Kahlschlag,
grünt in den Tränen
des geopferten Widerspruchs.

Schmerz,
du treibende Kraft –
des knospenden Sonnenauges in mir!

© baH, 21.07.2015
https://wege-der-befreiung.blogspot.de/2015/07/wegoffner.html

***

Worte sind wie Fenster 

… An den Herzenstüren sind die Schlösser kaputt.
Wir haben es selbst getan.
Und jetzt stehen wir wortlos und reglos,
schweigend voreinander. Spiegel. Du,
mein ungewöhnlichster Traum.

gelesen bei © Stadtzottel

Wortgeburt / Menschsein

Wort – Geburt
Ungeboren schaukelt das Wort
in meinen Gedanken –
ungeboren.

In den Resonanzströmen
sozialer Prozesse wacht es auf –
K r a f t drängt zur Geburt.

Dem Mutterkuchen des Gedanken
entschlüpft der Wort-Embryo –
I c h in der Auferstehungsbewegung.

Auf schwankendem Grund
tritt die Kraft des Wortes
durch das Ich in Erscheinung.

Ich in E i n h e i t mit dem L e b e n.

© baH, 11.07.2015
https://wege-der-befreiung.blogspot.de/2015/07/geburt-des-ungeborenen.htm

***

Menschsein

Wer Wort und Stille trennt,
sie aus-ein-ander-setzt
stört den Nachhall und damit
die Wirkung dieses Wechselspiels –
die „Alchemie des Seins“.
Er begrenzt das Leben.

 Barbara Hauser 11/2012

 

Echolot Zwei kleine Gedichte – Präsenz und

 Echolot

Nachts steht er aufrecht
in seinem Kahn –
stundenlang.

Seine schwarz-blauen Augen
tasten sanft über den Grund,
suchen nach Spuren …

Finden
in den Landschaften des Todes
im Silberglanz des Mondes.

Finden
leise klingende Fäden
werdenden Lebens.

Und ein Lächeln hüllt ihn ein
in weisses Licht.

© baH, 01.07.2015

*** Zwei kleine Gedichte ***

Präsenz

Kahn auf dem See.
in mondheller Nacht
Abbild auf spiegelglatter Oberfläche.

Mit der Morgenbrise verliert sich
das Gesicht in den aufkommenden Wellen.

Ich – Alles in Resonanz.

***

Präsenz

warten … schauen … finden …
schweigen … lächeln …

lieben … reden …

Ich – Alles in Resonanz.

© bmh

Der Mohn / wählerisch der Mohn

 Mohn

Schon drängt er sich wieder
durch Spalten und Ritzen
folgt steinigen Wegen
vergangener Tage

Beharrlich glüht er
der Sonne entgegen
auf friedlichen Wegen
und Schlachtfeldern stumm

Rot blüht der Mohn
bis zum Horizont
© bmh, 15.06.2015

***

wählerisch der Mohn

Das Karge zieht er vor
dem Üppigen,
die dünne Erdkrume
dem saftig federnden Untergrund,
wählerisch –
wie er ist
„der Mohn.“

Auf schmalsten Erdpolstern
setzt er sich nieder
und atmet hinaus in die Weite
sein glühend Rot, spricht –

Nur eines braucht die Liebe
um zu gedeihen –
Vertrauen.

© baH, 17.06.2015
https://wege-der-befreiung.blogspot.de/2015/06/wahlerisch-der-mohn.html