Geborgen in meiner Mitte / Meerebrandung

Geborgen in meiner Mitte

Zwischen Herbstbunt und Winterkalt
Traum und Wirklichkeit
Krieg und Frieden
Worten und Gedanken

geborgen
in meiner Mitte

©bmh

*** in Resonanz zum Gedicht   Meeresbrandung  ***

Meeresbrandung

Wellen rollen herein, mächtig und meterhoch,
werfen sich übereinander,
erdrücken sich gegenseitig
eine kleine Zeitlosigkeit lang
und
erstehen wieder
kräftiger als jemals zuvor.

Rücksichtslos das Leben,
scheinbar
und doch voll verborgener Weisheit.

Denn geborgen kann nur so vom Grund
die Selbstgewissheit um die eigene Kraft
im lichten Augenaufschlag des Ich.

© baH, 21.12.2016

 

Inn-ig grüßt / ein Tag

Weihnachten 2016

Inn-ig grüßt = wer im Inne(r)n-Ich

und inn-ig-lich(t), der im Innig und inniglich – WortbedeutungenInnern licht

Ein Wunder  geschieht!

Reich und weich und inn-ig-lich(t)
weil Du wie ich im Innern licht.

© bmh 12/2016

*** Antwort  zum Gedicht – Innig grüßt von baH ***

ein Tag

Innere Anschauung
Im inneren Spiel der Kräfte
schlüpft Wirklichkeit wie nebenbei
aus dem Schein ins Sein, leise.
Leise, weil im zarten Weben –
wie in einen Schlafmantel gehüllter Kräfte
die Lichtblüte sich Raum schafft
für ihr innerlich, inniges Erwachen.
Im Ballsaal des Erwachens,
da sich alles um einander dreht
und doch ohne Anhaftung
aneinander lächelnd vorübergeht.
Zielstrebiges Ereignen im grossen Spiel:
Ich bin durch alle Zeit, der ich bin.
© baH, 21.12.2016

Dir liebe Barbara eine frohe und lichte Weihnacht,
Bernhard

Größer als… Gedanken dazu / Du du so anderer / Wenn Worte begrenzen / Trennend / Erkenntnis

Eine Antwort zu einem Auszug “Im Angesicht der Sterne” von
https://hannahbuchholz.wordpress.com/2016/11/30/im-angesicht-der-sterne

Hannah – Du sagst:
Größer als das ich
ist immer das du. Du. Stern.
Stern aller Sterne!

*** meine Gedanken dazu ***

ein ich ohne du – unvorstellbar …
ein du ohne ich – unvorstellbar
***
ein revolutionäres ziel:
zu lernen wäre
ebenbürtigkeit
auf dem weg
zum MENSCHSEIN …
unter dem sternenzelt
im angesicht der sterne

© bmh

                           *** zum Thema – Du von baH ***

Du

Du so Anderer –
durchleuchte die letzte Tiefe in mir,
„Stern aller Sterne“ mit zarter Hand,
auf dass das Fremde in mir,
das mich Befremdende,
aufgehellt durch Deine Stille,
Dein nachtblaues Leuchten
sich in mir bündelt,
eingeht, mich überstrahlt
weit über meine Grundkräfte hinaus
in einem Ich durchpulsten
Kräfte-Farben-Reigen und Farbensegen.
Du „Stern aller Sterne“ meines Ichwerdens.

@ baH, 04.12.2016
unter Verwendung eines „Sternlampions“
von Barbara Hauser

*** Antwortgedicht zum Gedicht „Du… Du so Anderer von bmh ***

Wenn Worte begrenzen

Mut gehört dazu, das Fremde einzulassen,
denn alles Neue will geerdet sein.
Heimat sucht es und bündelt sich
im Indigo der Nacht.

Mit einem Pinselstrich
könnten wir das Bild entweihen –
das purpurn sich erhebt –
mit grauen Schleiern überdecken …

ein des Wortes Mächtiger
das MENSCHSEIN-WERDEN
mit leeren Worten begrenzen,
kränken, schrecken –
ja, zerstören…

Du, Fremder, lauschst im Zwielicht
zwischen Nacht und Tag
auf den lebendigen Ton im Licht
der purpurn mit dem Morgenrot
in den neuen Tag aufbricht?

Du… Du so Anderer …
bist ein Mensch genau wie ich.
Trennend sind die Worte.
Anders bist Du nicht.

©bmh, 07.12.2016

*** Trennend … Antwort von baH   Trennend …

Trennend wirken Worte,
wenn mit dem Gesagten
das Herz nicht mitschwingt.

Trennend wird wahrgenommen
das Wort, dem eingebrannt
„verstörende“ Bilder.

Verstörend, weil
aus den Kellern des Vermeinens
geschöpft,
sie das Bild der Wirklichkeit verzerren,
dem Wort seine lebendige Kraft entziehen.

Im Schlagabtausch der Worte aber
kehrt die Kraft des Wortes –
sich in ihr Gegenteil.

Befeuert vom Ego
werden Gräben zwischen Liebenden aufgerissen
schottet Europa sich mit Stacheldraht ab.

Und welch ein Widersinn,
wird die Kraft der Worte zu Maschinengewehrfeuer,
das Kinder in den Strassen von Aleppo niedermäht
und Mütter weinen lässt.

Die Frucht auch Deiner unachtsamen Worte.

@ baH, 09.12.2016

*** Erkenntnis – von bmh ***

Ja. Trennend könnten Worte wirken…
Doch Worte sind immer bipolar,
sind so oder so zu verstehen …

Sie spiegeln die eigene Mein-ung.

Bipolar! – Was für ein Geschenk auf dem Weg!
Ich wähle

© bmh

Zum Weiterlesen siehe weiter oben  „Allein / Bipolar“ am 20. Jan. 2017

Gespräche über das Licht

Lichtgestalten

Wir sind es, die das Licht gestalten.
So oder so.
©bmh, 26.11.2016

***

Lichtspur

Wir sind es,
die in unserer Aufmerksamkeit
immer präsenter,
von innen lichter werden
und zu leuchten beginnen nach aussen –
ein stilles Lichtsignal in der Nacht,
ob wir von uns aus darauf achten oder nicht.
In mächtigen Resonanzströmen
wandern diese Lichtkräfte
auf unscheinbaren Wegen um die Welt,
gelangen
an Orte der Not, wo immer –
Segen spendend.

@ baH, 28.11.2016 //  https://wege-der-befreiung.blogspot.de/2016/11/lichtspur.html

***

Spur des Lichts

Wandernd erhellt sich unsere Sicht …
Schritt für Schritt auf unserer Lebensspur …
in uns – um uns – und unter unseren Füßen

Licht

© bmh, 29.11.2016

***

 

 

 

Ohne Welt / Du singst … / un-eigen-nützige Liebe / was bleibt / wirklichkeit

Ohne Welt
Ohne Welt spiegelte sich kein Bild in meinen Augen.
Ohne Welt käme mir kein Wort über die Lippen.
Für wen sollte ich singen?

©bmh/ 12.11.2016

***

Du singst …

Du singst für Dich,
weil nur, was aus der Stille sich zeugt
geflügelte Lieder zur Erscheinung bringt, die etwas bedeuten …
stille, uneigennützige Liebe.

@ baH, 14.11.2016

***

un-eigen-nützige Liebe – eigennützige Liebe

Ohne- eigenen- Nutzen? Zum eigenen Nutzen?

Beides hat (s)eine Aus-wirkung,
und nutzt jedem immer,
versteckt oder offensichtlich,
sofort oder erst später …

nondual betrachtet:

Beide sind Lernfelder,
die uns offenstehen.

© bmh

***

Was bleibt

Was bleibt ist die Welt
die Du bewegt in Bewegung,
aus Dir wirkkräftig in
kleine Wirklichkeiten versetzt
und in der Resonanz mit allem,
das um Dich Leben bezeugt,
Deine Verantwortung erkennend,
in schöpferischen Taten niederlegst.

@ baH, 22.11.2016

***

wirklichkeit

wie samt und seide
wirkt licht im wir
wenn beide wirklich ich

© bmh, 24.11.2016

***

Blogadresse von ©baH – http://wege-der-befreiung.blogspot.com

 

Weckruf / Zorn

Weckruf

Ich schlendere über den sommerlichen Markt.
Es ist Mittagszeit.
Aus heiterem Himmel werden die Menschen
von auf – und abschwellendem Sirenengeheul umfasst…

Zum Glück ist es eine Übung, denken alle.
Aufgeschreckt durch den überlauten Warnton
erlebe ich einen Zeiteinbruch für Sekunden:
Krieg!
Ich finde mich zusammengekauert,
die Arme schützend um den Kopf geschlungen,
in der Mitte eines Platzes wieder,
gelähmt vor Angst, ein kleines Kind,
allein in lichterloh brennender Februarnacht.
Um mich herum vor Hitze berstende Mauern.

Mir ist kalt trotz der Sommerglut!
Benommen setze ich mich
auf eine Bank im Schatten unter dem
grünen Blätterdach am Brunnen der Stadt.

„Ich lasse Dich nie mehr allein“, sage ich,
zu dem Kind und nehme es in den Arm.

© bmh

*** Erinnerungen, die mir beim Lesen des Gedichtes „Zorn“ kamen
https://wege-der-befreiung.blogspot.de/2016/09/zorn.html***

Zorn

Ein eher seltenes Ereignis
braut sich über dem See zusammen –
zwei Gewitterfronten treffen einander,
bekriegen sich
im Minutentakt ihren Donnersalven.

Mit einem dieser Donner
finde ich mich innerlich wieder am Donbas:
Raketenfeuer hin und herüber,
Tote und Verwundete,
psychisch tief verletzte Menschen
in einem Stellvertreterkrieg,
der nicht zu gewinnen ist.

Zwei scheinbar
weit auseinander liegende Weltgebiete,
ein Donnern und Grollen,
Lichtblitze hier wie dort.

Wie lange wollen Menschen weiter
das Krähen des Hahnes im Morgengrauen
überhören, den Verrat an der Menschlichen Mitte?

Wann stehen sie in sich auf und geben
dem Fluss des Geschehens eine kleine Wendung –
aus Vertrauen in die eigene Kraft?

© baH,10.09.2016

Aussicht / Innere Umpolung

Aussicht

Kein Windhauch bewegt
meinen stillen Himmel

Unsere Worte tanzen

Wie federleichte Wölkchen
zerfasern sie am Firmament

Aus dem Nichts
Fragen lösend

©bmh

***

Innere Umpolung

Hinschauen
auf Dein Fragen

In
d-Ich
hinein schlüpfen

Das Nichts
umarmen

In der Stille der Nacht
dein Herz spüren

Dem leisen Strömen
der Vorgeburt
das Tor öffnen

Im Morgenrot
entgegen nehmen
die Antwort

Die Welt sehen
mit anderen Augen

Verantwortung
an die Hand nehmen

Wirklichkeit
aus dem Ich
schöpferisch gestalten

baH, 23.05.2016