Zwischen den Worten

Zwischen den Worten

Die Spur erfühlen
zwischen den Zeilen
gemeinsam erwandern …

kein Einzelgänger ist der Mensch
er ist ein Sänger unter anderen

©bmh

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Leises Gewahren

In die Spur kommen
ist eine innere Haltung
gegründet in Redlichkeit,
die weh tut,
weil sie aufdeckt
die verborgenen Verhaftungen
eigener Ego-Tunnel-Wanderschaften.

Von weit her tönt
der stille Ruf
aus „Emaus!“

© baH, 21.07.2017

 

Danke für Deine Antwort, lieber Bernhard
http://wege-der-befreiung.blogspot.com/2017/07/leises-gewahren_21.html 

Nach dem G20-Gipfel – auch Nichttun ist Tun

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Auch Nichttun ist Tun

Spürst du, wie Thor in dir den Hammer schwingen will?
Ermuntern wollen wir ihn nicht.

Höre den Aufschrei der verletzten Seelen in dieser Zeit
und wie er mündet in Gewalt und Lärm – weltweit.

Zu sehen unser eignes Unvermögen, gespiegelt
in den Menschenmassen im wogenden Gewühl.

Wir sitzen alle im gleichen Boot. Wer ist Opfer und wer Täter –
gehört nicht jedem unser Mitgefühl?

*

Spüre wie der Buddha in dir seine Kräfte sammelt,
schau in sein befriedetes Gesicht.

Wenn Thor in dir den Hammer schwingen will …
auch im Nicht-Tun liegt das Tun … ermuntere ihn nicht.

©bmh

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Konfernz-Hype

An Konferenz-Tischen sitzen sie,
ihnen zur Seite vielfarbig bunte Fähnchen,
Sammelpunkte mitunter Jahrhunderte alter
Selbstgefälligkeiten –
Waffen in Symbol Verkleidung.

Mit Poker Gesichtern verhandeln sie,
ringen sich aufpolierte Zugeständnisse ab,
die sie diplomatisch verbrämt,
in Wichtigkeit verpackt der Presse präsentieren –
Volkes Gehör erheischend.

Hinter verdecktem Getuschel
anlässlich majestätsvoll zelebrierter Diner-Partys,
in mit Blendwerk überhöhten Pausen-Gesprächen
geben sie sich verantwortungsbewusst –
wissen Fortschritte zu vermitteln, wo Abgründe sich auftun.

Die wohl dosierte Illusion ist das Pfund ihrer Macht!

Hinter Zuschauerzäunen brodelt es derweil;
Zorn kocht im Widerstreit mit Freiheitswillen,
zerstörerischer Geist ringt mit dem Willen
zu stillem Aufbruch in Neulande hinein –
Bewusstseinswandel auf dem Waagebalken.

Das Ich findet sich in seiner Kraft zu innerer Aufrichte.

© baH, 24.07.2017

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Vielen Dank, lieber Bernhard für Deinen ergänzenden Kommentar
http://wege-der-befreiung.blogspot.com/2017/07/konfernz-hype.html
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Das Licht der Dinge

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Zeitgleich richten sie den Blick auf das freie Feld,
das sich bis zum Horizont erstreckt.
Was heute noch blüht ist der Dünger für morgen,
was wie Sterben aussieht,  nur Umwandlung,
die sich wie ein roter Faden durch die Zeiten schlängelt.

Ihre Liebe gilt dem, was sich neu entwickelt.

by  bmh 08.03.2017

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Seinen ur-eigenen Klang

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Seinen ur-eigenen Klang
in die offene Landschaft singen

ihn in Worte kleiden
und mit anderen teilen

bmh

*** Gedicht von ©baH ***

Eintreten in die Zeit

In der Bewegung auf den Punkt gekommen
bin ich authentisch,
stehe ich mit mir verbunden in der Zeit.

im Kommentar weiterzulesen

Echo

Überm Grund,
nicht ohne Grund,
hör wie sich das Echo bricht.
Fliegt übers weite Tal jetzt und
gibt Antwort, zögert nicht.

Überm Grund, nicht ohne Grund,
erhebt es seine Schwingen,
wird erweckt in gleichem Ton
und Klang die Welt besingen.

Überm Grund, nicht ohne Grund,
wenn Herz und Sinne tanzen,
spielen auch die Worte mit
und ketten sich zum Ganzen.

© bmh

*** Gedicht von © baH ***

 Vom Grund her
 
Vom Grund her fächert sich aus –
ein lichtes Kräftenetz
offener Resonanzbögen …
im Kommentar weiterzulesen
 

 

Worte

Authentische Worte sprechen sich wie von selbst.
Du kennst das.
Als träten wir aus der Zeit.

… ein seltenes Geschenk, wenn die Schwingung auf einen anderen übergreift – er oder sie
weiter… singt.

bmh

*** Gedicht von © baH ***

 

Eintreten in die Zeit

In der Bewegung auf den Punkt gekommen
bin ich authentisch,
stehe ich mit mir verbunden in der Zeit.

Der Punkt sagt es mir.

Denn im Punkt lebt der augenblicklich mögliche
grösste Kraftausdruck in meinem Bewegen,
bin ich eins mit mir…

im Kommentar weiterzulesen

Münchner Geschichten / sich weiten

Münchner Geschichten

Mitten auf der Kaufingerstraße sitzen Passanten eng beieinander
auf Rundbänken, die sich um zwei alte Bäume schmiegen
und nutzen die ersten Sonnenenstrahlen.
Um uns herum dieses noch gewohnheitsbedürftige Vielvölkergemisch,
das Kopf an Kopf die Straßen von München bevölkert.
Eine Gruppe von Hare Krishna Jüngern in orangefarbenen
Gewändern zieht trommelnd und singend vorbei.

„Bunt ist die Welt …“ äußere ich wieder einmal staunend
und lächle einen älteren Mann auf der Bank an.

Schööön“, sagt er mit leuchtenden Augen
und zeigt deutlich seine Freude an dieser Kulisse.

Seine Begeisterung an dem bewegten Leben
überträgt sich auf mich und wie von selbst
wechsle ich aus dieser grauen Ebene, die die Müdigkeit
in mir hervor gerufen hatte und schaue mit seinen Augen
auf die orangenen Gewänder, den Gesang und das Trommeln,
das graubraun der noch winterlichen Bäume, die vielen Menschen
und sehe plötzlich alles vom Gold der Wintersonne überhaucht.

Willig trete ich in das Geheimnis des Augenblicks ein.

Wie schnell doch die Ebenen wechseln! Wie nah sie beieinander liegen!
Die Müdigkeit ist verflogen. Mein Herz fühlt sich weit an und leicht.

Was für eine Begegnung! Heilung geschieht mir
im Vorübergehen, in Sekunden.

***
Leichtfüssig bewege ich mich mit dem Strom der Menschen
zur nächsten S-Bahn-Station.

Das Lächeln des Mannes begleitet mich bis nach Hause,
umhüllt mich mit dem Duft der Freude.

© bmh, 02.02.2017

*** Inspiriert von Deinem Eintrag … Sich weiten …  konnte ich mein Erlebnis in München und die damit verbundenen Gedanken schon heute in Worte kleiden.

In Resonanz grüße ich herzlich Barbara ***

Dazu auch das   Kommentargedicht  

Durch – Sicht

Der Augenblick ist nicht,
es sei denn
ich blicke
in die Augen meines Gegenüber,
bekenne mit meinem Lächeln,
dass ich da bin, wo er auch ist,
mitten im bunten Vielvölker-Farbengemisch
auf der Fussgängermeile –
unter den Klängen von Zimbeln und Trommeln
vereint in gemeinsamer Freude.

Zwei Fremde reichen einander
unscheinbar die Hände –
bauen am Frieden in friedloser Zeit.

© baH, 04.02.2017