in bewegten Zeiten

Was nützen Kimme oder Korn
letztendlich auf bewegtem Meer?
Was nützt der besterzeugte Speer?

Mit ihnen lege ich das kriegerische Denken ab –
Wir wollen einen neuen Weg beschreiten
und loslassen, was uns wie Schatten unbemerkt beeinflusst
schon seit langen Zeiten.

Wir wollen nicht mehr kämpfen, wollen unsere Herzen weiten.

Denn selbst der best gezielte Speer nützt niemandem,
nützt weder dir noch mir

bmh

Das Licht der Dinge

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Zeitgleich richten sie den Blick auf das weite Feld,
das sich bis zum Horizont erstreckt.
Was heute noch blüht ist der Dünger für morgen,
was wie Sterben aussieht,  nur Umwandlung,
Wie ein roter Faden schlängelt sie sich durch die Zeit.

Ihre Liebe gilt dem, was sich neu entwickelt.

by  bmh 08.03.2017

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Die Wende

Der Antagonist löst sich auf mehr und mehr
und mit ihm das DU, das als Spiegel diente.
Der Wächter am bröckelnden Tor ist befreit.
Auch er spürt den Wind einer neuen Zeit.

Vergangene Schwüre wirken nicht mehr.

Bewusst verlasse ich alte Pfade.
Auf Augenhöhe mit mir und der Welt
betrete ich neue Wege.

Schau, wie sie strömen von überall her!
An der Wortwahl lichtvoll und schön,
einfach und klar erkennen wir uns wieder.

© bmh 13.03.2017

Das Licht der Dinge

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Zeitgleich richten sie den Blick auf das freie Feld,
das sich bis zum Horizont erstreckt.
Was heute noch blüht ist der Dünger für morgen,
was wie Sterben aussieht,  nur Umwandlung,
die sich wie ein roter Faden durch die Zeiten schlängelt.

Ihre Liebe gilt dem, was sich neu entwickelt.

by  bmh 08.03.2017

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Resonanz auf Augenhöhe

 

 ***

in-resonanz

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Sich immer wieder entmachtend
durch Missachtung seiner selbst im Anderen
verbirgt sich dem Menschen der Weg
zum Urgrund seines Ich.

                      Die Seele weint.

Immer wieder  vergisst er,
dass er  dem Märchen von der Schuld
aufsitzt –  Trauer, Angst und Qual
im Schlepptau
unbedacht
bringt er sich
um das größte Geschenk –
der Resonanz auf Augenhöhe

Doch erneut können wir wählen.

Handeln im Licht.

Nondual.

Warum sich quälen?

Schuld und Angst ist es nicht.

©bmh

Echo

Überm Grund,
nicht ohne Grund,
hör wie sich das Echo bricht.
Fliegt übers weite Tal jetzt und
gibt Antwort, zögert nicht.

Überm Grund, nicht ohne Grund,
erhebt es seine Schwingen,
wird erweckt in gleichem Ton
und Klang die Welt besingen.

Überm Grund, nicht ohne Grund,
wenn Herz und Sinne tanzen,
spielen auch die Worte mit
und ketten sich zum Ganzen.

© bmh

*** Gedicht von © baH ***

 Vom Grund her
 
Vom Grund her fächert sich aus –
ein lichtes Kräftenetz
offener Resonanzbögen …
im Kommentar weiterzulesen
 

 

Münchner Geschichten / sich weiten

Münchner Geschichten

Mitten auf der Kaufingerstraße sitzen Passanten eng beieinander
auf Rundbänken, die sich um zwei alte Bäume schmiegen
und nutzen die ersten Sonnenenstrahlen.
Um uns herum dieses noch gewohnheitsbedürftige Vielvölkergemisch,
das Kopf an Kopf die Straßen von München bevölkert.
Eine Gruppe von Hare Krishna Jüngern in orangefarbenen
Gewändern zieht trommelnd und singend vorbei.

„Bunt ist die Welt …“ äußere ich wieder einmal staunend
und lächle einen älteren Mann auf der Bank an.

Schööön“, sagt er mit leuchtenden Augen
und zeigt deutlich seine Freude an dieser Kulisse.

Seine Begeisterung an dem bewegten Leben
überträgt sich auf mich und wie von selbst
wechsle ich aus dieser grauen Ebene, die die Müdigkeit
in mir hervor gerufen hatte und schaue mit seinen Augen
auf die orangenen Gewänder, den Gesang und das Trommeln,
das graubraun der noch winterlichen Bäume, die vielen Menschen
und sehe plötzlich alles vom Gold der Wintersonne überhaucht.

Willig trete ich in das Geheimnis des Augenblicks ein.

Wie schnell doch die Ebenen wechseln! Wie nah sie beieinander liegen!
Die Müdigkeit ist verflogen. Mein Herz fühlt sich weit an und leicht.

Was für eine Begegnung! Heilung geschieht mir
im Vorübergehen, in Sekunden.

***
Leichtfüssig bewege ich mich mit dem Strom der Menschen
zur nächsten S-Bahn-Station.

Das Lächeln des Mannes begleitet mich bis nach Hause,
umhüllt mich mit dem Duft der Freude.

© bmh, 02.02.2017

*** Inspiriert von Deinem Eintrag … Sich weiten …  konnte ich mein Erlebnis in München und die damit verbundenen Gedanken schon heute in Worte kleiden.

In Resonanz grüße ich herzlich Barbara ***

Dazu auch das   Kommentargedicht  

Durch – Sicht

Der Augenblick ist nicht,
es sei denn
ich blicke
in die Augen meines Gegenüber,
bekenne mit meinem Lächeln,
dass ich da bin, wo er auch ist,
mitten im bunten Vielvölker-Farbengemisch
auf der Fussgängermeile –
unter den Klängen von Zimbeln und Trommeln
vereint in gemeinsamer Freude.

Zwei Fremde reichen einander
unscheinbar die Hände –
bauen am Frieden in friedloser Zeit.

© baH, 04.02.2017