Das Licht der Dinge

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Zeitgleich richten sie den Blick auf das weite Feld,
das sich bis zum Horizont erstreckt.
Was heute noch blüht ist der Dünger für morgen,
was wie Sterben aussieht,  nur Umwandlung,
Wie ein roter Faden schlängelt sie sich durch die Zeit.

Ihre Liebe gilt dem, was sich neu entwickelt.

by  bmh 08.03.2017

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Das Licht der Dinge

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Zeitgleich richten sie den Blick auf das freie Feld,
das sich bis zum Horizont erstreckt.
Was heute noch blüht ist der Dünger für morgen,
was wie Sterben aussieht,  nur Umwandlung,
die sich wie ein roter Faden durch die Zeiten schlängelt.

Ihre Liebe gilt dem, was sich neu entwickelt.

by  bmh 08.03.2017

***

Echo

Überm Grund,
nicht ohne Grund,
hör wie sich das Echo bricht.
Fliegt übers weite Tal jetzt und
gibt Antwort, zögert nicht.

Überm Grund, nicht ohne Grund,
erhebt es seine Schwingen,
wird erweckt in gleichem Ton
und Klang die Welt besingen.

Überm Grund, nicht ohne Grund,
wenn Herz und Sinne tanzen,
spielen auch die Worte mit
und ketten sich zum Ganzen.

© bmh

*** Gedicht von © baH ***

 Vom Grund her
 
Vom Grund her fächert sich aus –
ein lichtes Kräftenetz
offener Resonanzbögen …
im Kommentar weiterzulesen
 

 

Münchner Geschichten / sich weiten

Münchner Geschichten

Mitten auf der Kaufingerstraße sitzen Passanten eng beieinander
auf Rundbänken, die sich um zwei alte Bäume schmiegen
und nutzen die ersten Sonnenenstrahlen.
Um uns herum dieses noch gewohnheitsbedürftige Vielvölkergemisch,
das Kopf an Kopf die Straßen von München bevölkert.
Eine Gruppe von Hare Krishna Jüngern in orangefarbenen
Gewändern zieht trommelnd und singend vorbei.

„Bunt ist die Welt …“ äußere ich wieder einmal staunend
und lächle einen älteren Mann auf der Bank an.

Schööön“, sagt er mit leuchtenden Augen
und zeigt deutlich seine Freude an dieser Kulisse.

Seine Begeisterung an dem bewegten Leben
überträgt sich auf mich und wie von selbst
wechsle ich aus dieser grauen Ebene, die die Müdigkeit
in mir hervor gerufen hatte und schaue mit seinen Augen
auf die orangenen Gewänder, den Gesang und das Trommeln,
das graubraun der noch winterlichen Bäume, die vielen Menschen
und sehe plötzlich alles vom Gold der Wintersonne überhaucht.

Willig trete ich in das Geheimnis des Augenblicks ein.

Wie schnell doch die Ebenen wechseln! Wie nah sie beieinander liegen!
Die Müdigkeit ist verflogen. Mein Herz fühlt sich weit an und leicht.

Was für eine Begegnung! Heilung geschieht mir
im Vorübergehen, in Sekunden.

***
Leichtfüssig bewege ich mich mit dem Strom der Menschen
zur nächsten S-Bahn-Station.

Das Lächeln des Mannes begleitet mich bis nach Hause,
umhüllt mich mit dem Duft der Freude.

© bmh, 02.02.2017

*** Inspiriert von Deinem Eintrag … Sich weiten …  konnte ich mein Erlebnis in München und die damit verbundenen Gedanken schon heute in Worte kleiden.

In Resonanz grüße ich herzlich Barbara ***

Dazu auch das   Kommentargedicht  

Durch – Sicht

Der Augenblick ist nicht,
es sei denn
ich blicke
in die Augen meines Gegenüber,
bekenne mit meinem Lächeln,
dass ich da bin, wo er auch ist,
mitten im bunten Vielvölker-Farbengemisch
auf der Fussgängermeile –
unter den Klängen von Zimbeln und Trommeln
vereint in gemeinsamer Freude.

Zwei Fremde reichen einander
unscheinbar die Hände –
bauen am Frieden in friedloser Zeit.

© baH, 04.02.2017

 

Die Sicht

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Überall

Lichtkristalle
selbst verborgen noch
im schattenreichen
Faltenwurf
des Lebens

©bmh

***  Gedicht von  ©baH ***

In den Schatten des Hinschauens
auf Dich Du,
was sehe, vernehme ich da?
Was spiegelt sich in Dir von mir …

 im Kommentar weiter  zu  lesen

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Die Zeit hält ihren Atem an

Die Zeit hält ihren Atem an –
zeitlos haben wir alle Zeit der Welt.

bmh 29.12.2011

Lieber Bernhard, ob 2011 oder heute- zeitlos ist die Empfindung, sind die Gedanken und die Worte… die Zeit als Taktgeber sehen, der die Musik des Lebens wiederholt und den Tanz des Lebens begleitet. Ich grüße Dich herzlich Barbara  – Antwort zu:
https://schwerelos2013.wordpress.com/2017/01/15/fragment-iii-wenn-die-zeit-einbricht/zeitlos-die-zeit

Sich weiten …
Bisweilen stehe ich an Strassensäumen
und halte inne im Getriebe des Tages,
nehme mir eine Auszeit auf einer Parkbank
oder verweile im Dialog mit der Stille
hinter einem Fenster meine Wohnung,
trete auf den Balkon hinaus
und lausche nach aussen, wie nach innen.

Aufmerksam die Ebenen wechselnd,
die oft nahe beieinander schwingen
löse ich den Vorstundenbann
vor dem Geheimnis des Augenblicks,
trete ein, bewegt in Bewegung,
offen für das Neue
in sich weitende Lebenshorizonte.

Nicht müde meine Bewegungsgestalt zu dehnen,
bin ich Neuland Wanderer,
ein Zeitreisender zwischen den Welten,
Augen und Ohren offen für das Wispern
im Nebel-Tropfen Geäst
am Morgen vor Sonnenaufgang, späterhin
im Geraune der Menschen auf der Fussgängermeile.

Welt und Menschen zu umarmen ist mein Beruf.

© baH, 02.02.2017
inspiriert durch: „die Zeit hält ihren Atem an“
von Barbara Hauser, 29.12.2011
https://schwerelos2013.wordpress.com/

Allein / Bipolar

junge-auf-kleiner-wippe

Allein

Allein erprobst du die eigene Mitte
zwischen rechts und links,
oben und unten.

Eigenständig, deiner selbst
mehr und mehr gewiss,
lodert das Feuer,
das du selbst entzündet –
Spannkraft verleiht
die Dynamik des Willens.

Bewegt in Bewegung –
wie aus eigener Kraft –
drehst du dich um
das Zentrum des Lebens,
um den Kern deines Wesens.

© bmh, 19.01.2017

*** Gedanken zum Gedicht —  Bipolar — 

Ich wurde auf die medizinische Bedeutung  und das auch im allgemeinen  so verstandene Wort hin gewiesen –es wäre sinnvoller ein anderes dafür zu benutzen, wie z.B. „diametral“, „bilateral“, „sich zwischen zwei Polen hin und her bewegend“ oder eines von vielen anderen möglichen Worten.
Die Herangehensweise an das Wort  Bipolar von baH hat mich zu meinem Gedicht inspiriert.

Meiner  heutigen Antwort gingen die Gedichte  vom 20.Dezember 2016 – Größer als … Gedanken dazu … voraus

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Bipolar

Vom Urgrund des Seins her
ist das Wort bestimmungslos,
kraftvolle Bewegung –
ein Ruf individuell in diese Bewegung
hinein zu finden,
sich selbst Bestimmung zu geben
aus der Mitte des eigenen Wesens.

Um Mensch zu werden
habe ich nicht die Wahl eines so oder so,
es ist Entscheidung angesagt –
Entscheidung ganz individuell,
ohne Anlehnung an irgendwen,
Entscheidung aus der inneren Bewegung heraus,
Ich geboren und Ich getragen.

Bipolar ist der Weg des Träumers,
der sich die eigene Gefangenschaft
im Energiefeld des Ego klein redet
um vermeintlicher Bedeutsamkeit willen.

Bipolar trifte ich so lange in mir auseinander,
wie die eigene Schattenwelt
in mir nicht vollständig in Bewegung verbrannt,
Ich mich nicht eigenständig in Bewegung trage.

@ baH, 12.12.2016

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